Suche Frieden
und jage ihm nach!

Jahreslosung 2019 | Psalm 34, 15

 



Liebe Leserin, lieber Leser,

seit einigen Jahren versuche ich die Sommerzeit zu nutzen, um für mich Neues in der Welt zu entdecken. Ich bereise mit meiner Frau fremde Länder und freue mich, das Leben anderer Menschen kennen zu lernen. Bisher bin ich stets auf eine große Gastfreundschaft gestoßen, so konnte ich mich erholen und staunen über die Menschen und Dinge, die uns begegneten.  Christen leben in allen Ländern, mal in der Mehrheit, wie in den meisten Ländern Europas, und auch in der Minderheit, in solchen musste ich mitunter nach den Spuren christlichen Glaubens suchen. Die geschichtliche Entwicklung des Landes spielt eine beachtliche Rolle bei der Ausübung des Glaubens der Christen und viele ursprüngliche Traditionen werden in den Glauben eingebunden. So würdigen ehrfurchtsvoll viele Christen in Peru und den umliegenden Ländern Christus und Pachamama (Mutter Erde), sie sehen darin keinen Widerspruch zur Schöpfungslehre des Christentums, sondern eher eine gegenseitge Bereicherung. In mir spüre ich Befremden und Staunen zu gleich. Mir kommt der christliche Kanon in den Sinn, der auf Worten des Häuptlings Seattle vor den amerikanischen Präsidenten im Jahr 1855 beruht: „Jeder Teil dieser Erde ist menem Volk heilig!“ So kommt diese Weisheit auch in den christlichen Glauben Europas, die zudem in unseren Tagen die junge Generation massiv einfordert. Paulus kam durch seinen Dienst als Missionar in den europäischen Kulturkreis und stieß als erstes auf die Tuchhändlerin Lydia, die den christlichen Glauben mit ihrem Haus annahm. Eine selbstbewusste Frau, das dürfte Paulus zumindest nicht ganz vertraut gewesen sein. Im weiteren kam er nach Athen, wo viele Götter verehrt wurden und auch hier nimmt er das vorhandene auf und  spricht vom unbekannten Gott, dem die Griechen einen Stein gewidmet haben. So wird Vertrautes manchmal nur umgedeutet, damit das Eigentliche verstanden werden kann. Im Letzten geht es jedoch darum, dass Menschen ergriffen werden von der Liebe Gottes, die jedem gilt. Bleiben Sie offen für die Menschen und Dinge, die Ihnen ganz neu begegnen und möge dadurch ihr Glauben gestärkt werden!  Eine gesegnete Sommerzeit wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Rainer Zaumseil



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ZITAT

Nicht nur die Angst ist ansteckend, sondern auch die Ruhe und die Freude, mit der wir dem jeweils Auferlegten begegnen.

Dietrich Bonhoeffer
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