Kapelle Christi Himmelfahrt | Kauschwitz

| Kirche Kauschwitz frisch saniert!

Unser Kauschwitzer Gotteshaus erstrahlt dank Fördermitteln seit April 2018 in neuem Glanz: Sowohl die Elektroinstallation als auch die Heizung der Kapelle Christi Himmelfahrt mussten erneuert werden. Ebenso die Dielung und die Lehnen, Sitzflächen, Seitenteile und Podeste der Kirchenbänke, die gleichzeitig einen neuen Anstrich erhielten. Neue Dielen und Heizung hat bei der Gelegenheit auch der Christenlehreraum abbekommen. Gefördert hat der Freistaat Sachsen die Arbeiten aus seinem ELER-Programm zu 50 Prozent. Vielen Dank!

 

| Zum Kirchenbau

Zu verdanken haben wir das Gotteshaus zu Kauschwitz dem Oberhofrichter Adam Friedrich von Watzdorf, der im Februar anno 1760 sein Augenlicht verlor, es jedoch im selben Jahr wieder geschenkt bekam. Als Dank und zur Ehre Gottes ließ er den Kauschwitzern eine Kapelle bauen. Baubeginn war 1763. Bereits sein Großvater hatte auf den Ruinen eines alten deutschen Wehrturms einen neuen Turm erbaut. Im 18. Jh. hatte dieser Turm jedoch keine militärische Bedeutung mehr, so dass er als Vorratsraum für Erntegut diente. An diesem Turm ließ Watzdorf also einen sechseckigen Fachwerkanbau als Aufgang anbringen, damit aus dem Turm eine Kirche wurde.

Alles zahlte Oberhofrichter Adam Friedrich von Watzdorf aus eigener Tasche: den Fachwerkanbau, den Kanzelaltar, das Bild über der Kanzel, das Lesepult, das gleichzeitig zur Taufe gebraucht wird und die Trampeli-Orgel des Adorfer Meisters (Trampeli stand in der Tradition von Gottfried Silbermann). 

Die Gemeinde hatte die Anfuhr des Baumaterials übernommen und das Gestühl finanziert. Baubeginn war 1763. Weihe war am 3. Juni 1764. Daran erinnert eine kleine ovale Tafel unterhalb des Orgel-Prospekts.

 

 | Namenspatron

Das Gemälde der Himmelfahrt Jesu über dem Kanzelaltar prägt in seiner starken barocken Dynamik und Dramatik maßgeblich den Kirchenraum. Laut Inschrift an der Rückseite des Kanzelaltars ist es das Werk von Christian Friedrich Zimmermann (1701-76), Sohn einer vogtländischen Malerfamilie, aus dem Jahre 1764. Es handelt sich um eine Kopie nach dem 1702 von Sebastiano Ricci gemalten Original (heute in der Galerie Alte Meister in Dresden, bis 1751 in der Katholischen Hofkirche Dresden). Die Wahl dieses Motivs ging gewiss auf Oberhofrichter Adam Friedrich von Watzdorf zurück.
Der Kirchenvorstand Syrau-Kauschwitz hat daher das Gemälde als Namenspatron für die Kapelle gewählt (Namensweihe: Kirchweih am 27.10.2013).

 

| Vermächtnis des Erbauers

So fängt es in der Kirche immer an: Ein Mensch erfährt auf besondere Weise die Nähe des lebendigen Gottes. Das motiviert ihn, das Ereignis zu bezeugen und seine Dankbarkeit zu zeigen. So hat dieser Adam Friedrich von Watzdorf zur Ehre Gottes aus dem alten deutschen Wehrturm diese kleine Kirche gebaut. Auf der Rückseite des Kanzelaltars hat es dazu früher einen Text gegeben. Zwar ist dieser heute nicht mehr vorhanden, jedoch überliefert:

„Gott lasse bis an das Ende der Welt sein Seligmachendes Wort in dieser Kapelle rein und lauter gepredigt, auch die heiligen Sakramente ausgeteilt werden, erhalt auch die wahre Religion und den uns im vorigen Jahre wiedergeschenkten Frieden in hiesigen Landen. Ich halte mich Herr, zu Deinem Altar, da man hört die Stimme des Dankes und da man predigt alle Deine Wunder. Herr, ich habe lieb die Stätte Deines Hauses und den Ort, da Deine Ehre wohnt."
gez. Oberhofrichter Adam Friedrich von Watzdorf
Kauschwitz, 5. Juni 1764


 

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