Gott spricht: Jahreslosung 2026 | Offenbarung 21,5
Siehe, ich mache alles neu!
Jesus spricht zu Thomas:
Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du?
Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!
Liebe Gemeinde,
für Thomas war die Situation alles andere als einfach, er hatte sich zurückgezogen, da ihn die Ereignisse förmlich überrollten. Erst das gemeinsame Abendmahl, dann seine Gefangennahme, die Geißelung und zuletzt sein furchtbarer Tod am Kreuz. Er brauchte Zeit, um das zu verkraften… und dann auch noch die Behauptung der anderen Jünger, dass er ihnen als der Auferstandene begegnet sei. Gerade noch tot und jetzt wieder lebendig? Das verstehe, wer will. `Ich glaube nur, was ich mit eigenen Augen sehe!`, dachte Thomas.
Inzwischen war eine Woche vergangen. Wieder saßen die Jünger gemeinsam zusammen, Thomas war bei ihnen und die Tür wurde fest verschlossen. Plötzlich erreichte sie der Gruß: „Friede sei mit dir!“. Nun wandte er sich direkt an Thomas: „Reiche deine Hand und berühre mich, … sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ Thomas antwortete: „Mein Herr und mein Gott! Alle Zweifel waren mit einem Mal verschwunden, er selbst stand als der Auferstandene vor ihm. Er lebt und ist nicht mehr tot! Sein Herr war ihm näher, als er dachte, welch eine Freude!
Und wie geht es uns? Im Gegensatz zu Thomas können wir den Auferstandenen leider nicht berühren und direkt vor uns sehen. Deswegen gilt der Satz, den Jesus ebenfalls zu Thomas sagte und der uns als Monatsspruch für April mit auf den Weg gegeben wurde, eigentlich uns: „Selig (glücklich) sind, die nicht sehen und doch glauben!“ Zweifel zu haben und Dinge zu hinterfragen, ist für Gott kein Problem. Er hat auch Thomas bewusst Zeit dafür gegeben. Doch danach ermutigt er ihn, zu glauben. Und Thomas lässt sich darauf ein, indem er sagt: „Mein Herr und mein Gott!“ Er möchte von ihm sein Leben bestimmen lassen, ihm ganz vertrauen und sein Leben anvertrauen.
So will er uns auch heute als der auferstandene Herr begegnen. Durch die Natur gibt er uns momentan so viele Beispiele, wie aus Totem etwas Neues, Lebendiges entsteht. Dies möchte er auch bei uns tun. Unser Herr ist uns näher, als wir denken und gibt uns diese Zeichen.
„Ich fragte: Wer wird mir den Stein wegwälzen von dem Grab meiner Hoffnung, den Stein von meinem Herzen, diesen schweren Stein? Mir ist ein Stein vom Herzen genommen: meine Hoffnung, die ich begrub, ist auferstanden, wie er gesagt hat.
Er lebt, er lebt, er geht mir voraus“ -Lothar Zenetti-
Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen
Pfarrerin Sabine Stepper
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